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Tószeg

Eine Gemeinde im Komitat Jasz-Nagykun-Szolnok

Die Gemeinde Tószeg befindet sich etwa 95 km östlich von Budapest im Komitat (Landkreis) Jasz-Nagykum-Szolnok am rechten Theißufer. Sie ist mit der Bahn oder über eine Fernverkehrsstraße zu erreichen.

Im Jahre 2000 lebten in dem Ort 4.778 Personen. Die Bevölkerung ist zu etwa 90 % konfessionell gebunden: Die römisch-katholische Kirche bestimmt ganz überwiegend das religiöse Leben, während gut 600 Personen der reformierten Kirche angehören. Daneben gibt es noch zahlenmäßig unbedeutende andere Religionsgruppen.

Tószeg ist überwiegend agrarisch geprägt, etwa 1/3 der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Angestellten pendeln regelmäßig zu ihren Arbeitsplätzen außerhalb ihres Wohnortes.

Im Zuge der politischen Wende kam es auch in Tószeg zu einer spürbaren Erwerbslosigkeit. 1996 betrug die Arbeitslosenquote fast 15 %. Zur gleichen Zeit entwickelte sich jedoch zunehmend ein Unternehmertum, das zur Gründung von 20 GmbHs, 4 Genossenschaften, 23 Kommanditgesellschaften und 205 Privatunternehmen führte.

Auch die örtliche Infrastruktur konnte in dieser Zeit ständig verbessert werden. Heute sind die Frischwasserleitung zu 90 % und die Erdgasleitung zu 85 % ausgebaut. 80 % der öffentlichen Straßen sind asphaltiert und 70 % aller Haushalte haben einen eigenen Telefonanschluss. Auch das Abwassersystem ist jetzt modernisiert.

Tószeg liegt am rechten Theißufer 9 km von der Kreisstadt Szolnok entfernt an der Eisenbahnstrecke Szolnok – Kiskunfélegyháza. Im Osten grenzt das Dorf mit einem breiten Hochwassergelände an die Theiß, es liegt 85-91 m über dem Meeresspiegel und ist Teil des Szolnoker Hochwassergeländes. Das Gebiet ist ein mit Löss bedecktes flaches Schwemmland und an der Grenze des gemäßigt warm-ariden Klimas. Die Zahl der jährlichen Sonnenstunden beträgt über 2000, die jährliche Normaltemperatur liegt etwa bei 10,3 °Celsius. Der durchschnittliche jährliche Niederschlag beträgt 500 mm. Die herrschende Windrichtung ist nördlich, nordöstlich und westlich, die Windgeschwindigkeit beträgt durchschnittlich 2,5 m/s.

Die Grundwassertiefe beträgt 4-6 m und der Bodentyp ist Wiesenboden und Gusswiesenboden. Die natürliche Vegetation sind Weidenbüsche, Weidenauen, Eschen und Roterlen, Moorwälder und Eichen-, Eschen-, Ulmen- und Auenwälder, die reich an Kleinwild sind.

Die berühmte archäologische Fundstelle, die sogenannte „Laposhalom“ ist das erste wissenschaftlich gesicherte Lager der Bronzezeit in Ost-Europa. Ab 1876 wurde es in mehreren Etappen erschlossen. Die Fundstelle hat für die Periodisierung des Bronzezeitalters in Ungarn eine wichtige Rolle gespielt und Fundstücke befinden sich im kleinen Museum in Tószeg und in verschiedenen europäischen Museen.

Das Dorf wurde erstmals 1368 in Form „Thozegh“ schriftlich erwähnt. Bei dem Ortsnamen handelt es sich um eine doppelte Zusammensetzung: Die Vorsilbe „tó“ ist ururalisches Erbe, die Nachsilbe „szeg“ ist ugrischen Ursprungs, dessen Bedeutung „Spitze, Gipfel, Scheitel“ ist.